Die Behörden von Elbląg haben die Ergebnisse des Wettbewerbs für das Konzept der Erweiterung des Seehafens bekannt gegeben. Gewonnen hat ein Konsortium der Warschauer Unternehmen WSP Polska und WXCA GROUP. Die Gewinner nannten ihr Projekt „Tor zur Ostsee“.

Investitionen im Hafen sind dank erfolgreicher Verhandlungen mit der Europäischen Kommission möglich, die zugestimmt hat, ca. 200 Mio. PLN aus den Europäischen Fonds für Ermland-Masuren für dieses Vorhaben bereitzustellen. Die Arbeiten sollen bis Herbst 2029 abgeschlossen sein.


Hafenerweiterung und neue Zufahrtsstraßen

Laut Konzept wird das Terminal an der ul. Radomska um 0,5 Hektar vergrößert, und auf einem rund 30 Hektar großen Gelände an der ul. Żytnia wird ein komplett neues Terminal mit Gleisanschluss errichtet. Die Arbeiten sind in drei Phasen unterteilt.

Die erste Phase betrifft etwa 17 Hektar und umfasst den Bau eines Kais sowie der notwendigen Infrastruktur – Verwaltungsgebäude, Gleisanschluss und den ersten Teil der Lkw-Parkplätze. Das Konzept sieht zudem die Möglichkeit für den Bau eines Hafenbeckens vor.

Die erste Phase der Hafenerweiterung wird 100 Mio. PLN kosten, die zweite Phase, der Umbau der Zufahrtsstraßen zu beiden Terminals, weitere 100 Mio. PLN. Die Straßenarbeiten, einschließlich der Errichtung von Kreisverkehren in der Nähe der ul. Radomska und der Trasa Unii Europejskiej sowie der Umbau der ul. Mazurska, sollen noch in diesem Jahr beginnen, die Arbeiten an den Terminals im Jahr 2027. Alle Investitionen sollen, wie von Bürgermeister Michał Missan erklärt, bis Oktober 2029 abgeschlossen sein.


Multimodales Terminal

– „Wir haben uns darauf konzentriert, dass das Terminal multimodal ist, also sowohl Bahn, Straße als auch Wasserweg nutzt, und dass es modular gestaltet ist, sodass bei Bedarf Änderungen in den folgenden Ausbauphasen möglich sind“, erklärt Michał Missan, Bürgermeister von Elbląg.

Nach dem Umbau können am Hafen gleichzeitig vier Schiffe mit einer Länge von bis zu 100 Metern, einer Breite von 20 Metern und einem Tiefgang von bis zu 4,5 Metern festmachen. Entlang des gesamten Kais ist ein Gleisanschluss vorgesehen, sodass Güter direkt vom Schiff auf die Waggons verladen werden können. Zudem wird eine technische Straße für mobile Kräne und Straßentransporte angelegt. Das Terminal ist so konzipiert, dass seine technologischen Funktionen in Zukunft leicht angepasst werden können, ohne teure und zeitaufwändige Umbauten.

– „Dank dieser Lösung kann sich der Hafen in den kommenden Jahrzehnten flexibel an Veränderungen im Handel und Transport anpassen und dabei seine Wettbewerbsfähigkeit und Funktionalität bewahren. Ein weiterer wichtiger Bestandteil des Konzepts ist die Schaffung von Flächen für die Lagerung nicht nur von Stückgut und Massengütern, sondern auch von übergroßen Ladungen. Dies ermöglicht die zusätzliche Bedienung der Metall-, Energie-, Offshore-, Maschinenbau- und Infrastruktursektoren, in denen große und schwere Komponenten verwendet werden“, so die Stadtverwaltung.


Quelle: portel.pl