3D-Drucker und elektronische Kehlköpfe, KI-basierte Maschinendiagnostik und hochentwickelte Musikinstrumente, Erste-Hilfe-Schulungen mit VR-Technologie sowie Telemetriesysteme für das Medienmanagement – in Warmia und Masuren hat Innovation viele Gesichter. Investitionen in die Wissenschaft, millionenschwere Aufwendungen für das Unternehmenswachstum sowie die Tätigkeit von Forschungszentren und Institutionen des wirtschaftsnahen Umfelds schaffen eine Landschaft, die Kreativität und die Entwicklung neuer Technologien begünstigt und internationalen Erfolg ermöglicht. Und all dies geschieht vor der Kulisse der unberührten Natur der Region.
Abseits der Hektik und des Lärms großer Städte, in unmittelbarer Nähe zur Natur, wird effizienter gearbeitet und es entstehen wirklich originelle Ideen. Kein Wunder also, dass im Herzen von Warmia und Masuren ein 3D-Drucker entwickelt wurde, der heute in 80 Ländern verkauft wird. Medizinische Erste-Hilfe-Schulungen mit VR-Brillen gelten weltweit als Innovation. Die größten Kunden nutzen proprietäre Lösungen in den Bereichen IoT, Smart City und Smart Home. Ein Medtech-Start-up möchte die Probleme von Menschen mit atypischer Sprachbildung lösen und hat zu diesem Zweck unter anderem einen elektronischen Kehlkopf entwickelt. Ein Ingenieurunternehmen ist auf die Robotisierung und Automatisierung industrieller Prozesse spezialisiert und implementiert KI-basierte Lösungen in der Maschinendiagnostik. Hochwertige Musikinstrumente – Sequencer, Sampler und Grooveboxen – werden von international renommierten Künstlern geschätzt und kamen sogar bei der Musik zum Film „Joker“ zum Einsatz.
Der Drang zur Innovation ist jedoch nicht nur der außergewöhnlichen Natur zu verdanken, sondern vor allem dem Ehrgeiz der Unternehmen. Unterstützung erhalten sie dabei durch die Haltung der Regionalverwaltung, die Zusammenarbeit mit wissenschaftlichen Einrichtungen sowie durch die Möglichkeiten, Fördermittel zu erhalten.
„Es ist unser Anliegen, dass Warmia und Masuren eine offene Region sind, bereit für Veränderungen und inspirierend für Innovationen. Im Schatten der warmischen Wälder und in der Nachbarschaft der masurischen Seen sind hier die Infrastruktur und das passende Umfeld entstanden, um gerade hier ein Unternehmen anzusiedeln“, sagt Marcin Kuchciński, Marschall der Woiwodschaft Ermland-Masuren. „Die Europäischen Fonds für Warmia und Masuren ermöglichen es uns, unter anderem in Innovationen und Technologien zu investieren, die die Wettbewerbsfähigkeit lokaler Unternehmen erhöhen.“
Dies ist eine große Chance für die Unternehmen der Region. In der aktuellen Förderperiode werden 11 Einrichtungen ihre Forschungs- und Entwicklungsinfrastruktur ausbauen, darunter auch Forschungs- und Entwicklungszentren. Der Gesamtwert dieser Investitionen beläuft sich auf fast 27 Millionen Euro, wovon nahezu die Hälfte aus öffentlichen Mitteln kofinanziert wird.
Eine wichtige Quelle potenzieller Arbeitskräfte sowie von Wissen für zahlreiche Branchen ist die Universität Ermland-Masuren in Olsztyn. Die führende Hochschule der Region bildet Studierende an 15 Fakultäten aus, verfügt über mehr als 1.700 wissenschaftliche Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter und führt zahlreiche Forschungsprojekte durch. Innerhalb der Universitätsstruktur arbeitet ein spezielles Zentrum für die Zusammenarbeit mit dem sozioökonomischen Umfeld, dessen Ziel es ist, das intellektuelle und technische Potenzial der Hochschule besser zu nutzen und Forschungsergebnisse sowie Entwicklungsarbeiten in die Wirtschaft zu transferieren. Ein hervorragendes Beispiel für die Vorteile dieser Kooperation ist ein Biotechnologieunternehmen aus Olsztyn, das einzigartige probiotische Bakterienstämme entwickelt und patentiert, die die menschliche Immunität und Gesundheit unterstützen.
Das Potenzial der Universität wird mit der Inbetriebnahme des Forschungszentrums für Klinische Veterinärwissenschaften im Jahr 2029 weiter wachsen. Das Zentrum wird Forschung in den Bereichen Tiergesundheit, Lebensmittelsicherheit und Reduzierung der Antibiotikaresistenz ermöglichen und zugleich die Zusammenarbeit zwischen Wissenschaft und Wirtschaft stärken. Die Investition wird mehr als 17 Millionen Euro betragen, davon stammen fast 13,5 Millionen Euro aus Europäischen Fonds.
In Warmia und Masuren sind zahlreiche Institutionen des wirtschaftsnahen Umfelds aktiv, die Innovationen vorantreiben, darunter der Wissenschafts- und Technologiepark Olsztyn, der Technologiepark Elbląg, der Wissenschafts- und Technologiepark Ełk sowie das Zentrum für Neue Technologien Warmia und Masuren. Die Forschungsinfrastruktur der Region – Labore, Technologietransferzentren sowie die genannten Wissenschaftsparks – ermöglicht es Unternehmen, Entwicklungsarbeiten durchzuführen, Prototypen zu testen und innovative Lösungen in die Produktion einzuführen. Eine wichtige Rolle spielt auch das Zentrum für Investoren- und Exporterservice, das Unterstützung in jeder Phase der Unternehmensentwicklung bietet – vom innovativen Start-up bis hin zu einem etablierten Unternehmen, das eine Zusammenarbeit mit internationalen Partnern plant.
Die Forschungs- und Entwicklungsaktivitäten in der Region konzentrieren sich vor allem auf intelligente Spezialisierungen: Gesundes Leben, Holz- und Möbelindustrie, Wasserwirtschaft sowie insbesondere hochwertige Lebensmittel. Die wissenschaftlichen und F&E-Einrichtungen vor Ort verfügen über einen bedeutenden Leistungsausweis und genießen im In- und Ausland Anerkennung für die Umsetzung neuer Technologien und die Teilnahme an internationalen Forschungsprojekten. Besondere Aufmerksamkeit verdient das Institut für Tierfortpflanzung und Lebensmittelforschung der Polnischen Akademie der Wissenschaften in Olsztyn. Die Einrichtung, die seit fast 40 Jahren besteht, genießt weltweites Renommee und bildet eine solide Grundlage für die Agrar- und Ernährungswirtschaft.
„Wir verbinden die Forschung zu Lebensmitteln, Gesundheit und Reproduktion und schaffen innovative Lösungen, die den Wohlstand von Menschen und Tieren real verbessern. Wir sind ein Ort, an dem Biologie auf Technologie trifft und interdisziplinäre Forschung vorantreibt. In modernen Laboren verwandeln sich mutige Ideen in Projekte mit hohem Umsetzungspotenzial – von der Reproduktionsbiotechnologie bis hin zu innovativen funktionellen Lebensmitteln. Unsere größte Stärke sind die Menschen: ihre Kreativität, Leidenschaft und Bereitschaft, Grenzen zu überschreiten, machen InLife nicht nur zu einem Institut, sondern zu einer dynamischen Gemeinschaft, in der Wissenschaft echte Bedeutung gewinnt“, betont Prof. Dr. habil. Monika M. Kaczmarek, Direktorin des Instituts.
Das Engagement der Unternehmen in Forschung und Entwicklung sowie die Unterstützung durch Wissenschaft und lokale Verwaltung schaffen gemeinsam ein starkes Innovationspotenzial. Sie motivieren zu kreativem Denken und Handeln und ermöglichen es, schon heute Lösungen zu entwickeln, die den Anforderungen der Zukunft gerecht werden.
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Auf dem Hauptfoto: der Sitz des Instituts für Tierfortpflanzung und Lebensmittelforschung der Polnischen Akademie der Wissenschaften in Olsztyn.
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