Seit Anfang 2026 ist Lidzbark Warmiński offiziell der zweite Kurort in der Warmian-Masurian Voivodeship – nach Gołdap. Bürgermeister Jacek Wiśniowski kündigte an, dass die ersten Kurgäste bereits im Februar oder März dieses Jahres eintreffen könnten.
Offizieller Status als Kurort
Die Behörden von Lidzbark Warmiński bemühten sich über mehr als zehn Jahre um die Einrichtung eines Kurortes und investierten erhebliche Mittel in den Ausbau der entsprechenden Infrastruktur. Der gesamte Prozess zur Erlangung dieses Status dauerte über 15 Jahre und umfasste unter anderem die Erfüllung strenger Umwelt-, Infrastruktur- und Gesundheitsanforderungen. Die Verordnung, die dem Gebiet den Kurortstatus verleiht, trat am 1. Januar 2026 in Kraft.
Im Kurort Lidzbark Warmiński werden künftig Heil- und Rehabilitationsbehandlungen angeboten, die auf den vorhandenen natürlichen Ressourcen sowie der vorhandenen Infrastruktur basieren. Behandelt werden unter anderem Patienten mit Herz-Kreislauf-Erkrankungen und Bluthochdruck, Erkrankungen des Bewegungsapparates, des Nervensystems, rheumatischen Erkrankungen sowie Erkrankungen der oberen und unteren Atemwege. Die ersten Kurgäste könnten bereits an der Wende vom Winter zum Frühjahr anreisen.
Kurinfrastruktur
Das in Lidzbark Warmiński bestehende Kurkrankenhaus wurde von einem privaten Investor gebaut und kann 220 Patienten aufnehmen. Die Stadt hat zudem zahlreiche begleitende Investitionen umgesetzt, darunter den Bau von Sole-Gradierwerken, eines Gesundheitspavillons sowie einer Promenade.
Seit 2015 gibt es außerdem die Termy Warmińskie – einen Thermenkomplex mit Natrium-Chlorid-Wasser, das für balneologische Behandlungen genutzt werden kann. Die Anlage wird ein integraler Bestandteil des Kurangebots sein.
Große Entwicklungsmöglichkeiten
Der Kurortstatus stärkt das Potenzial des Gesundheitstourismus und erhöht die Attraktivität für Investoren. Dadurch eröffnen sich für Lidzbark Warmiński neue Entwicklungsperspektiven, die zur Schaffung neuer Arbeitsplätze, zur Verbesserung der Lebensqualität der Einwohner und zum weiteren Ausbau der Infrastruktur beitragen können.
Die Stadtverwaltung rechnet zudem mit wachsendem Interesse von Unternehmen aus den Bereichen medizinische Dienstleistungen, Rehabilitation, Hotellerie und Gastronomie. Das Heilbad fügt sich auch in die Umsetzung der neuesten intelligenten Spezialisierung der Region mit dem Titel „Gesundes Leben“ ein.











